Freundes- und Förderkreis zog Bilanz: Mitgliederversammlung / Spendensumme ist inzwischen auf stolze 673100 Euro angewachsen / Erfolgreiche Arbeit „Unser Krankenhaus hat Zukunft“

FREUNDES- UND FÖRDERKREIS ZOG BILANZ MITGLIEDERVERSAMMLUNG / 
„Unser Krankenhaus hat Zukunft“
20. November 2018 Autor: Ingrid Eirich-Schaab (i.E.)

Erneut übergab der Freundes- und Förderkreis 10 000 Euro an das Hardheimer Krankenhaus. Das Spendenaufkommen ist damit auf stolze 673 100 Euro angestiegen.
© Ingrid Eirich-Schaab (i.E.)
Auf unglaubliche 673 100 Euro ist inzwischen das Spendenaufkommen des Fördervereins für das Hardheimer Krankenhaus zum Wohle der Patienten angestiegen.
Hardheim. Der Freundes- und Förderkreis „Unser Krankenhaus“ ist eine der größten Bürgerinitiativen in der Region – vielleicht sogar die größte. Sein Erfolg ist jedenfalls einzigartig, ein schlagkräftiger Beweis dafür, wie wichtig den Hardheimern ihr Krankenhaus ist.
Das wurde einmal mehr in der Mitgliederversammlung des Fördervereins am Sonntagabend in der Erftalhalle deutlich. Das Hardheimer Krankenhaus ist ein Paradebeispiel dafür, dass eine solche kleine Einrichtung – entgegen aller politischen Intentionen – auch im ländlichen Raum überleben kann, wenn die Bürger sich dafür stark machen.
„Wir können nur die Rahmenbedingungen schaffen. Es hängt von der weiteren Akzeptanz durch die Bevölkerung ab, ob das Haus Zukunft hat“, machte Verwaltungsleiter Ludwig Schön deutlich, als er den aktuellen Stand der Erweiterungsmaßnahmen erläuterte.
Die große Zahl von Besuchern am Sonntag in der Jahreshauptversammlung wertete der stellvertretende Vorsitzende Tobias Künzig ebenfalls als Zeichen des großen Interesses am Verein und am Krankenhaus.
Vorsitzender Fritz-Peter Schwarz nahm das Gedenken an die 17 verstorbenen Mitglieder zum Anlass, den verstorbenen Ehrenvorsitzenden und Hardheimer Ehrenbürger Hubert Eirich als „Mitbegründer, Freund, Gönner und großzügigen Förderer des Freundeskreises“ zu würdigen. „Von Anfang an war er bereit, an vorderster Stelle dieser Bürgerinitiative mitzuwirken.“ Eirich habe mit seinem guten Namen, mit Weitblick sowie seiner sozialen und menschlichen Art den Förderverein und damit die Entwicklung des Krankenhauses maßgeblich mitgeprägt.
Sehr erfolgreich verlief wieder die Kooperation Schule-Krankenhaus-Förderverein, die dazu beitragen soll, den jungen Leuten die Scheu vor dem Krankenhaus zu nehmen, und sie zu informieren, welches medizinische Leistungsspektrum dort angeboten wird.
Enorme Aktivitäten
Zu den weiteren Aktivitäten des abgelaufenen Vereinsjahres gehörten laut Jahresrückblick des Vorsitzenden Fritz-Peter Schwarz der obligatorische Lebkuchenverkauf beim Weihnachtsmarkt sowie der Stand beim Sommerfest mit einer Gewinnaktion, Mitgliederwerbung, Vorführungen am Defibrillator und einer Spendenübergabe.
Erfolgreich fortgesetzt wurden die Arztvorträge zur Gesundheitsvorsorge in Hardheim und Umgebung – deren Zahl inzwischen auf 78 angestiegen ist mit insgesamt 4890 Besuchern. Die Patientenbroschüre „Wir sind für Sie da“ erschien inzwischen in achter Auflage, das entspricht 24 000 Stück.
Neben der Fortsetzung der genannten Aktivitäten soll 2019 das Zusammenwirken mit anderen Vereinen, vor allem dem Verein „Dienst am Nächsten“, forciert werden. Des Weiteren sind eine Benefizveranstaltung, die Werbung für das Gesundheitssystem im ländlichen Raum und die Mitwirkung an der Einweihungsfeier der Erweiterungsbauten am 30. Juni geplant. Vorstandsmitglied Elmar Günther und seine Frau verkörpern in dieser Kampagne das Ritterpaar der FG „Hordemer Wölf“, wofür Schwarz ihnen viel Erfolg wünschte.
Zahlen sprechen Bände
Die Zahlen der Bürgerinitiative sprechen Bände, sprechen für sich: Die Zahl der Mitglieder ist von 411 im Gründungsjahr 2002 auf 1154 angestiegen. Das Beitragsaufkommen betrug im Vorjahr 17 622 Euro, die Spendeneinnahmen 23 309 Euro. Beim Weihnachtsmarkt wurde ein Gewinn von 480 Euro erzielt, wie Kassenwart Roland Reinhard bekanntgab. Die Kassenprüfer Lars Ederer und Hans-Joachim Laub bescheinigten ihm eine einwandfreie Buchführung und ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr.
Durch eine neuerliche Spendenübergabe in Höhe von 10 000 Euro an das Hardheimer Krankenhaus, vertreten durch Verbandsvorsitzenden Volker Rohm und Verwaltungsleiter Ludwig Schön, wurde die Spendensumme in diesem Jahr auf 40 000 Euro erhöht und insgesamt seit Vereinsbestehen auf 673 100 Euro. Von der zugesagten Investitionsbeihilfe für die Krankenhauserweiterung in Höhe von 200 000 Euro sind bereits 70 000 Euro abbezahlt. „Eine beachtliche Leistung“, wie Bürgermeister Rohm konstatierte.
„Mit den Mitgliedsbeiträgen alleine könnte das nicht geleistet werden, was wir leisten“, leitete Schwarz zum Dank an alle Spender über. „Jede auch noch so kleine Gabe hilft.“ Erst jüngst habe die Frauengemeinschaft den Erlös aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen bei den Märkten in Höhe von 1500 Euro dem Förderverein übergeben. Hubert und Rosemarie Eirich haben erneut die Kosten für die Patientenbroschüre übernommen. Auch die Geldspenden zu Eirichs Beerdigung ließ die Familie dem Förderverein zukommen, deren Engagement und Verbundenheit zum Krankenhaus auch Bürgermeister Rohm in seinem Grußwort würdigte.
In den Mittelpunkt seiner Ansprache stellte Rohm sowohl die Erweiterung des ärztlich-medizinischen Spektrum als auch die Erweiterung der Räumlichkeiten (siehe unten stehender Bericht).
Schließlich gab Tobias Künzig Hinweise zum Schutz der Mitglieder-Daten. Auch stellte er die neue Homepage des Krankenhaus-Fördervereins vor (förderverein-kkh-hardheim.de). Mit einem Präsent wurde dem Internetbeauftragten Klaus Rubel gedankt, der die Homepage ehrenamtlich erstellt hat und sie betreut.
„Es gilt, dranzubleiben“, schloss Fritz-Peter Schwarz die Versammlung. „Die Politiker wollen Krankenhäuser mit weniger als 500 Betten schließen. Kleine Häuser auf dem Land seien nicht überlebensfähig, meinen sie. Hardheim ist ein gutes Beispiel dafür, dass es auch anders geht. Unser Haus hat Zukunft.“

© Fränkische Nachrichten, Dienstag, 20.11.2018
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